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Studienfahrt Pula 2026

M. Stahl, M. Brandstäter

Wer Pula bislang vor allem als Bade- und Urlaubsort im Gedächtnis hatte, dem eröffnete sich durch die gemeinsame Studienfahrt der Leistungskurse Kunst und Biologie eine völlig neue Perspektive. Schon die alten Römer wussten: „Wer in Pula sitzt, der beherrscht die Adria.“ Um diesen geostrategisch bedeutenden Ort stritten im Laufe der Geschichte unter anderem die Venezianer, die österreichisch-ungarische Doppelmonarchie, das faschistische Italien, die deutsche Wehrmacht und Titos Partisanen. Sie alle hinterließen ihre Spuren – in Form von Palästen, Arenen, Festungs- und Wehranlagen, die wir im Laufe unserer Studienwoche erkundeten.

Die Vormittage begannen jedoch zunächst in der „Meeresschule“. Dort erhielten wir spannende Einblicke in die faszinierende Unterwasserwelt der Adria. Anschließend schlüpften wir in die Neoprenanzüge, um die zuvor erworbenen wissenschaftlichen Kenntnisse buchstäblich hautnah zu erleben. Dabei begegneten uns erstaunliche Lebewesen wie Spitzkopfschleimfische, Sepien, Seeigel, Seegurken, Seespinnen und Einsiedlerkrebse. Darüber hinaus durften wir die für das bloße Auge unsichtbare Welt des Planktons unter dem Binokular sichtbar machen. Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern verband die Beschäftigung mit dem marinen Lebensraum zudem mit praktischem Engagement und sammelte dabei eine erstaunliche Menge Müll am Strand und im Meer.

Zwischendurch griffen wir immer wieder zu unseren Zeichenblöcken, um die vielfältigen Eindrücke künstlerisch zu verarbeiten und bildlich festzuhalten. So fanden – ganz im Sinne einer Symbiose – Biologie und Kunst zu Neptuns Freude auf besonders befruchtende Weise zusammen.