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Projektabend „Das Gute Leben für alle“

M. Stahl

Eine voll besetzte Aula, engagierte Schülerinnen und Schüler und ein Thema, das alle angeht: Beim Projektabend „Das Gute Leben für alle“ zeigte unser Gymnasium auf vielfältige Weise, wie eng Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und unser schulischer Alltag miteinander verbunden sind.

Nach der Begrüßung durch Frau Reiserer, die das diesjährige Umweltschulthema, die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und den Jahresleitwert „Gerechtigkeit“ in den Mittelpunkt stellte, führte Schülerin Lena Oberndorfer aus der 7. Klasse souverän durch den Abend.

Für Nachdenklichkeit sorgten zunächst Bilder von Schmierereien, Müll und Unordnung im Schulhaus. Passend dazu wurde auf die Klassenzimmerchallenge hingewiesen, bei der am Ende des Schuljahres das ordentlichste Klassenzimmer ausgezeichnet wird.

Ein besonderer Höhepunkt war das Theaterstück „Schule ist b…“ der Umwelt-AG. Mit viel Humor, aber auch kritischem Blick wurde gefragt, wo die Grenze zwischen harmlosen Streichen und mutwilliger Zerstörung liegt. Begleitet wurden die Szenen von den Erinnyen, den griechischen Göttinnen der Rache und Gerechtigkeit, die die Lausbuben auf den Pfad der Tugend zurückführen wollten.

Auch die höheren Jahrgangsstufen brachten sich ein: Die Q13 zeigte Videos zum Thema „Besseres Leben im Alltag“, während Schülerinnen der 10. Klassen nachhaltige Geschäftsideen präsentierten, die im Fach Wirtschaft/Recht entstanden waren. Ihre App-Ideen zeigten, wie faire Geschäftsmodelle sowohl Unternehmen als auch Kundinnen und Kunden zugutekommen können.

In der Pause verkauften Schülerinnen und Schüler Fair-Trade-Produkte. Damit wurde auch das schulische Engagement auf dem Weg zur Zertifizierung als Fair-Trade-Schule sichtbar.

Zum Abschluss begeisterte die Klasse 5d mit dem szenischen Spiel „Der multikulturelle Komposthaufen“. Als Obst, Gemüse und Regenwürmer verkleidet, zeigten die Kinder in verschiedenen Sprachen und Dialekten, wie unsere Essgewohnheiten mit globaler Gerechtigkeit, fairen Arbeitsbedingungen und Lebensmittelverschwendung zusammenhängen.

Der Projektabend machte deutlich: Das gute Leben für alle beginnt nicht irgendwo weit weg, sondern auch hier bei uns — im Klassenzimmer, in der Pause, beim Einkaufen und im täglichen Umgang miteinander.