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Konfliktplanspiel für die Jahrgangsstufe 12

S. Hasenöhrl

In einer Zeit komplexer Probleme und Krisen wird es immer wichtiger die Zusammenhänge der internationalen Politik, die verschiedenen Konfliktdimensionen sowie die unterschiedlichen Zugänge und Mittel des modernen Sicherheitsbegriffs zu verstehen. Um solche Themen anschaulich und erfahrbar zu machen, bietet sich besonders das Planspiel an, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer interaktiv und immersiv in das Geschehen eingreifen.

Unter Anleitung von Jugendoffizierin Vanessa Wiethölter schlüpften die Schülerinnen und Schüler aus der 12. Jahrgangsstufe in die Rollen von 13 Ländern sowie weiterer nichtstaatlicher Akteure, um gemeinsam (oder teilweise auch im Alleingang) den Konflikt um den Bürgerkrieg in Syrien und das Erstarken des IS aus dem Jahr 2014 zu lösen. Schnell wurde nach Verbündeten gesucht, aber auch potentielle Gegner der eigenen Ziele ausfindig gemacht, Allianzen geschmiedet (und teilweise auch wieder gelöst) und verhandelt, um die eigenen Interessen durchzusetzen – oder doch zumindest das eigene Minimalziel, ganz im Sinn der „Realpolitik“. Ob die in der fiktiven UN-Generalversammlung getroffene Lösung zukunftsfähig gewesen wäre? 

Auf jeden Fall zeigt das Konfliktplanspiel die komplexen Aushandlungsprozesse und Interessenslagen der internationalen Politik – innerhalb von nur zwei Vormittagen.