„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ Diesen Satz sagte der DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 in einer Pressekonferenz. Er ging als eine der größten Lügen der DDR in die Geschichte ein, denn zwei Monate später war die Berliner Mauer bereits gebaut.

Zum 60-jährigen Gedenken an dieses für die deutsche Geschichte so bedeutenden Ereignisses wird im Eingangsbereich des Gymnasiums die von der Bundesstiftung konzipierte zeithistorische Ausstellung „Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland“ präsentiert. Zwanzig großformatige Plakate erzählen die Geschichte sowohl der innerdeutschen Grenze als auch der Berliner Mauer. Die Ausstellung beschreibt das SED-Grenzregime und seine Opfer, die Haltung der Westmächte zum Mauerbau, Fluchten und Fluchthilfe, den Alltag entlang der innerdeutschen Grenze und in der geteilten Stadt wie auch die glückliche Überwindung der Teilung mit der Friedlichen Revolution des Jahres 1989. Den Abschluss bildet die juristische Aufarbeitung der Grenze durch Deutschland mit den Mauerschützenprozessen.

Im Rahmen eines Zeitzeugengesprächs mit Herrn Thomas Lukow wurde die Ausstellung am 4. Oktober eröffnet. Sie kann bis zum 18. Oktober besucht werden – und das nicht nur im Rahmen des Geschichtsunterrichts.